Aquarienhaus

Terrarium: Typen, Klimatechnik und was vor der Anschaffung zu klären ist

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Ein Terrarium ist kein trockenes Aquarium. Es hält ein Klima, nicht ein Wasservolumen, und die Anforderungen unterscheiden sich je nach Tiergruppe fundamental.

Bepflanztes Regenwaldterrarium mit Moos, Farn und Ast

Terraristik und Aquaristik teilen sich Werkzeuge, Bepflanzung und einen guten Teil der Technik. Sie unterscheiden sich in dem, was reguliert wird: im Aquarium ist es die Wasserqualität, im Terrarium sind es Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beleuchtung, und zwar mit einem Tagesverlauf und meist mit einem Gefälle innerhalb des Beckens.

Die drei verbreiteten Typen

Regenwaldterrarium. Hohe Luftfeuchtigkeit, dichte Bepflanzung, viele Klettermöglichkeiten, meist höher als breit. Technisch gehören dazu eine Beregnungs- oder Nebelanlage, ein Hygrometer und eine Beleuchtung, die den Pflanzenbewuchs trägt.

Wüsten- oder Trockenterrarium. Niedrige Luftfeuchtigkeit, ein deutliches Temperaturgefälle mit einem warmen Sonnenplatz und einer kühleren Zone, meist breiter als hoch. Die Wärme kommt punktuell über Strahler, nicht flächig.

Aquaterrarium. Ein Wasserteil und ein Landteil im selben Becken. Die technisch anspruchsvollste Variante, weil beide Bereiche jeweils eigene Anforderungen haben und der Übergang zwischen ihnen dicht und für die Tiere begehbar sein muss.

Klimatechnik

Die Steuerung ist wichtiger als die einzelne Komponente. Wärmequellen laufen über einen Thermostat, nicht dauerhaft; Beleuchtung läuft über eine Zeitschaltuhr mit festem Tagesrhythmus. Bei vielen Reptilienarten gehört UV-Beleuchtung zur Grundausstattung und nicht zum Zubehör, weil sie für die Vitamin-D3-Synthese und damit für den Knochenstoffwechsel gebraucht wird. Welche UV-Intensität eine Art benötigt, ist artspezifisch und keine allgemeine Angabe.

Ein Terrarium braucht Belüftung. Stehende, feuchte Luft ohne Austausch führt zu Schimmel und Atemwegsproblemen, und zwar in jedem Terrarientyp.

Was vor dem Kauf geklärt sein muss

  • Die Endgröße des Tieres und die daraus folgende Terrariengröße. Für viele Arten gibt es in Deutschland behördliche Mindestmaße, die sich auf die Körperlänge des ausgewachsenen Tieres beziehen.
  • Die Lebenserwartung. Sie liegt bei etlichen Reptilien im zweistelligen Jahresbereich, bei einigen Schildkrötenarten darüber. Das ist eine Entscheidung über Jahrzehnte.
  • Die Futterversorgung. Lebendfutter oder Frostfutter muss dauerhaft und zuverlässig erreichbar sein.
  • Die rechtliche Lage. Für geschützte Arten bestehen Nachweis- und Meldepflichten, teils sind Herkunftsnachweise beim Kauf zu verlangen.
  • Die Betreuung im Urlaub. Ein Terrarium mit Klimasteuerung lässt sich nicht ohne Einweisung an Nachbarn übergeben.

Der Stand dieser Themenwelt

Die Terraristik wird auf Aquarienhaus schrittweise ausgebaut. Aktuell steht hier die Übersicht; Steckbriefe zu einzelnen Arten folgen erst, wenn die Angaben belastbar aufbereitet sind. Eine unvollständige Halteanleitung ist in diesem Bereich schädlicher als gar keine.

Die vorhandenen Steckbriefe der Aquaristik findest du unter Arten, die Technikgrundlagen unter Technik.

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