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Marmorierter Panzerwels (Corydoras paleatus)

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Der Marmorierte Panzerwels ist ein geselliger Bodenbewohner mit einer harten Anforderung: er braucht feinen, nicht scharfkantigen Sand, sonst nutzen sich seine Barteln ab.

Marmorierter Panzerwels auf feinem Sandboden in einem Aquarium

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name
Corydoras paleatus
Herkunft
Südliches Südamerika, Einzug des Rio de la Plata
Schwierigkeit
Einsteiger
Endgröße
5 bis 7 cm
Beckenlänge
ab 80 cm
Gruppengröße
ab 6 Tiere
Temperatur
18 bis 24 Grad, dauerhaft über 25 Grad ungünstig
Beckenzone
Bodengrund, feiner abgerundeter Sand ist Bedingung
Futter
absinkendes Futter für Bodenfische, Tabletten oder Granulat, ergänzt um Frostfutter
Vergesellschaftung
friedliche Arten der mittleren und oberen Schicht, die den kühleren Bereich vertragen

Richtwerte aus der aquaristischen Fachliteratur. Wie diese Zahlen zu lesen sind

Herkunft und Aussehen

Der Marmorierte Panzerwels stammt aus dem südlichen Südamerika, aus dem Einzug des Rio de la Plata. Das Verbreitungsgebiet liegt vergleichsweise weit südlich, und daraus folgt die für Aquarienfische ungewöhnliche Temperaturvorliebe: er verträgt und bevorzugt kühlere Werte als die meisten tropischen Arten.

Er wird etwa fünf bis sieben Zentimeter lang, Weibchen bleiben etwas größer und fülliger als Männchen. Der Körper ist von Knochenplatten bedeckt, die Namensgebung geht darauf zurück. Um das Maul sitzen drei Bartelpaare, mit denen er den Bodengrund nach Futter absucht.

Verhalten

Panzerwelse sind gesellig und werden in Gruppen ab sechs Tieren gehalten, besser mehr. Einzeln oder zu zweit gehaltene Tiere zeigen deutlich weniger Aktivität und ziehen sich zurück.

Sie sind tagaktiv, gründeln im Bodengrund und steigen gelegentlich zügig zur Wasseroberfläche, um Luft zu schlucken. Dieses Verhalten ist normal: Panzerwelse können über den Darm zusätzlich Sauerstoff aufnehmen. Häufiges, hektisches Auftauchen mehrerer Tiere hintereinander ist dagegen ein Warnzeichen und ein Anlass, die Wasserwerte zu prüfen.

Anforderungen an das Becken

Der Bodengrund ist die entscheidende Anforderung. Panzerwelse brauchen feinen, abgerundeten Sand. Auf grobem oder scharfkantigem Kies nutzen sich die Barteln ab, was Entzündungen nach sich zieht und die Nahrungssuche behindert. Ein einmal geschädigter Bartel wächst nicht zuverlässig nach. Das ist keine Komfortfrage, sondern eine Haltungsbedingung.

Dazu kommen Rückzugsorte in Bodennähe: Wurzeln, flache Steine oder großblättrige Pflanzen, unter denen die Gruppe tagsüber stehen kann. Der Bodenbereich sollte nicht vollständig zugestellt sein, damit freie Fläche zum Gründeln bleibt.

Die Temperaturvorliebe unterscheidet ihn von vielen üblichen Gesellschaftsfischen. Dauerhaft über 25 Grad gilt als ungünstig, und das schließt einige verbreitete Beckenbewohner als Mitbewohner faktisch aus.

Vergesellschaftung

Passend sind friedliche Arten der mittleren und oberen Wasserschicht, die denselben kühleren Bereich vertragen. Neonsalmler und Keilfleckbärblinge kommen in Frage, sofern die Temperatur im Überlappungsbereich gehalten wird.

Nicht passend sind Arten, die den Bodengrund für sich beanspruchen, sowie alle Arten, die dauerhaft deutlich wärmeres Wasser brauchen.

Futter

Panzerwelse fressen nicht die Reste der anderen. Diese verbreitete Annahme führt regelmäßig zu unterernährten Tieren. Sie brauchen eigenes, absinkendes Futter, etwa Tabletten oder Granulat für Bodenfische, ergänzt durch Frostfutter. Gefüttert wird bevorzugt gegen Abend, wenn die anderen Arten bereits satt sind.

Was gegen die Anschaffung spricht

Wenn im Becken Kies statt Sand liegt und ein Wechsel nicht geplant ist, ist der Panzerwels die falsche Wahl. Ebenso, wenn der übrige Besatz dauerhaft warmes Wasser braucht oder wenn nur zwei oder drei Tiere vorgesehen sind.

Wie Bodengrund und Besatz zusammen geplant werden, steht unter Aquarium.

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